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Der Ford Focus ist das neueste Ford-Modell auf dem europäischen Markt, das bereits unmittelbar im Anschluss an die im Frühjahr 1998 erfolgte Einführung zum Spitzenreiter unter den Neuvorstellungen wurde. Der Focus soll vor allem Käufer im Kernsegment des Marktes ansprechen, die ein kompaktes und wirtschaftliches Mittelklassefahrzeug suchen. Bereits 1999 wurde der Focus in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Großbritannien, zum Marktführer. Insgesamt wurden in Europa bisher 500.000 Einheiten verkauft.
Im dritten Quartal des Jahres 1999 lief der Verkauf des Focus außerdem in den USA an, wo das Fahrzeug auf eine gleichermaßen positive Resonanz traf. Dort wurden in den ersten drei Monaten bereits 100.000 Focus-Modelle verkauft.
Die Medien, Tagespresse und Fachmagazine ebenso wie Funk und Fernsehen, haben dem Focus eine Reihe von Bestnoten verliehen. Unter anderem wurde der Focus 1999 von einer aus 55 renommierten Journalisten bestehenden europäischen Jury zum Auto des Jahres gekürt. Außerdem nahm ihn das British Design Council in seine Liste preisgekönter Millenniums-Produkte auf.
Alle Focus-Modelle zeichnen sich durch Klassenbestwerte beim Platzangebot und im Hinblick auf aktive und passive Sicherheit aus. Dabei ist der Focus gleichzeitig ein äußerst agiles und dynamisches Auto, das durch seine guten Fahrleistungen ebenso überzeugt wie durch hohe Wirtschaftlichkeit und eine äußerst komfortable Ausstattung aller Modellvarianten.
Vier Karosseriearten, drei Baureihen und sechs Motorvarianten
Die Focus-Palette wartet mit vielen Modellvarianten auf. So kann der Käufer unter vier Karosserieversionen, drei Baureihen und sechs verschiedenen Motorisierungen wählen. Dabei wurde das Angebot den marktspezifischen Gegebenheiten verschiedener Ländern in einigen Aspekten angepasst. Die Drei-Türer-Versionen gibt es beispielsweise nur in der Trend-Modellreihe, während, von einigen Ausnahmen abgesehen, die gesamte Palette von vier Benzin- und zwei Dieselmotoren für alle Baureihen und Modellvarianten verfügbar ist. Zu den genannten Ausnahmen gehört beispielsweise der 1,4-l-Zetec SE Motor, den es nicht in der Ghia-Version gibt, und der 2,0-l-Zetec E, der für den Ambiente nicht verfügbar ist. Der 75 PS starke Endura TDdi-Diesel mit Direkteinspritzung wird für die Trend und Ghia-Modelle angeboten. Insgesamt gibt es also 45 verschiedene Fahrzeugversionen (siehe folgende Tabelle).
| Baureihe | Ambiente | Trend | Ghia | ||||||
| Karosserieart | PS | 5-Türer | Kombi | 3-Türer | 5-Türer | Kombi | 4-Türer | 5-Türer | Kombi |
| 1.4l Zetec SE 16V Manual | 75 | x | x | x | x | x | - | - | - |
| 1,6l Zetec SE 16V Manual | 100 | x | x | x | x | x | x | x | x |
| 1,6l Zetec E 16V Auto | 100 | x | x | x | x | x | x | x | x |
| 1,8l Zetec E 16V Manual | 115 | x | x | x | x | x | x | x | x |
| 2,0l Zetec E 16V Manual | 130 | - | - | x | x | x | x | x | x |
| 1,8l Endura TDdi Manual | 75 | x | x | - | - | - | - | - | - |
| 1,8L Endura TDdi Manual | 90 | x | x | x | x | x | x | x | x |
Die spezifischen Ausstattungsmerkmale jeder Baureihe richten sich an den Wünschen der primären Käuferschicht innerhalb der betreffenden Klasse aus. Zur Serienausstattung aller Baureihen gehören Doppelairbags vorne, elektrische Fensterheber vorne mit Antippautomatik an der Fahrerseite, Heckklappenfernentriegelung und ein Pollenfilter.
Die Ambiente-Modellreihe, deren Ausstattungsniveau über den sonst üblichen Einstiegsmodellen liegt, soll mit ihrer umfangreichen Serien- und Sonderausstattung zu attraktiven Preisen vor allem Familien und gewerbliche Nutzer ansprechen. Die Trend-Serie zeichnet sich durch einen etwas sportlicheren Auftritt aus, zum Beispiel den Kühlergrill mit schwarzem Gitter, besonders gestaltete Radkappen, Sportsitze mit Textileinsätzen, sportliche Armaturen und einen in "Metallic"-Look ausgeführten Schaltknauf und Lederbesatz am Lenkrad. Diese Reihe verfügt außerdem über eine aufgewerte und sportlicher ausgelegte Radaufhängung.
Die Ghia-Serie hingegen stellt das traditionelle, voll ausgestattete Ford- "Flaggschiffmodell" mit einem luxuriös anmutenden Ambiente des Innenraums dar. Auch außen zeichnen sich die Ghia-Modelle durch charakteristische Merkmale aus. So sind alle Ghias serienmäßig mit Türspiegeln in Fahrzeugfarbe und glänzenden Oberflächen an den vorderen Stoßfängern versehen. Ebenfalls zur Standardausstattung gehören veloursbezogene Luxussitze mit verstellbarer Lendenwirbelunterstützung im Fahrersitz, Holztäfelung der Armaturenanlage, Mittelkonsole und Türverkleidungen, lederbezogener Schaltknauf und glänzende Oberflächen an Türgriffen und dem Knopf zur Lösung der Feststellbremse. Vorne befinden sich außerdem Kartenleseleuchten, ein Dimmer für die Instrumentenbeleuchtung und ein Zusatzwarnmodul mit Kraftstoffcomputer. Im hinteren Fahrgastraum gibt es eine Extra-Leuchte und eine umklappbare Mittelarmstütze. Der Ghia zeichnet sich zudem durch eine verbesserte Fahrzeugakustik aus und ist auf Wunsch auch mit einer Lederausstattung lieferbar.
Sonderausstattung
Eine umfangreiche Palette von Optionen ergänzt die Serienausstattung des Focus. Hierzu gehören z.B. ABS, ASR und ESP, Klimaanlage, beheizbare Vordersitze und ein Tempomat. Insgesamt werden 28 Einzeloptionen und drei Options-Pakete angeboten.
Großzügiges Platzangebot mit bester Ergonomie
Ausschlaggebend für die Klassenbestwerte beim Platzangebot des Focus ist der innerhalb der Klasse längste Radstand und die hohe Dachlinie. Bei der Konstruktion des mit fünf Sitzplätzen ausgestatteten Innenraums wurde mit modernster 3-D-Software gearbeitet. Das Ergebnis ist ein komfortables Platzangebot auf allen Sitzen für Insassen nahezu jeglicher Statur und bequeme Erreichbarkeit aller Funktionselemente.
In den Details des Fahrgastraums schlagen sich die Resultate intensiver ergonomischer Forschungsarbeit der Ford-Konstrukteure nieder. So befindet sich beispielsweise die Heckklappenentriegelung hoch oben in der Instrumentenanlage und in Türnähe, so dass man sie von innen oder außen betätigen kann, ohne sich zu bücken. Überhaupt wurde der "Erreichbarkeit" von Bedienungselementen besonderes Augenmerk geschenkt. Deshalb sind zum Beispiel die Heizungsregler unterhalb der häufiger betätigten Audio-Regler angebracht, befinden sich aber dennoch in ausreichender Sicht- und Reichweite des Fahrers.
Die Drehschalter der Belüftungs- und Klimaanlage sind mit einem Gummiüberzug versehen, die Druckknöpfe mit Silikonauflagen. Für bequemes Be- und Entladen des Focus sorgt die niedrige Ladekante am Heck.
Markanter Auftritt, ohne Zweifel ein Ford
Im Focus wurde die kühne Design-Philosophie, an deren Anfang der Ford Ka stand, und die sich dann über den Ford Puma und den Ford Cougar fortsetzte, noch konsequenter umgesetzt. Obwohl der Focus ohne Zweifel ein "Ford" ist, besitzt er dennoch eine ganz eigene unverwechselbare Persönlichkeit, sowohl innerhalb der Ford-Produktfamilie als auch im europäischen Mittelklassesegment.
Die äußeren Design-Merkmale verkörpern die fließende "New Edge"-Formgebung, die mit noch markanteren Überschneidungen und einer insgesamt strafferen Linienführung auftritt, die durch die großen und eindrucksvollen Scheinwerfer und Schlussleuchten noch zusätzlich unterstrichen wird.
Die gesamte Karosserie mit der nach unten gezogenen Haube sorgt für eine exzellente Aerodynamik und bietet gleichzeitig ein Höchstmaß an Insassenschutz. Die aerodynamischen Eigenschaften der Karosserie wurden u.a. durch ausgiebige Windkanal-Tests optimiert und tragen wesentlich zu den Klassenbestwerten bei, die der Focus im Verbrauch liefert.
Die 3- und 5-Türer-Modelle teilen die Frontpartie mit den Limousinen- und Kombi-Derivaten, deren Heckpartie jedoch anders gestaltet ist. Die 4-türige Limousine vermittelt eine eher traditionelle und luxuriöse Anmutung mit ihrem Sechs-Fenster-Profil und kurzem Heck, in dem sich ein breiter und tiefer Kofferraum befindet. Dieser hat ein großzügiges Volumen von 490 Litern, das sich durch Umklappen der 60/40-teilbaren Rücksitzlehne noch um einiges vergrößern lässt. Der 5-türige Kombi hat hinten breitere Seitenfenster und eine über die gesamte Breite verlaufende Heckklappe. Im Hinblick auf die Größe des Laderaums gehört er zu den Besten seiner Klasse.
Im Innenraum des Focus setzen sich die äußeren Elemente des New Edge Design mit seinen geschwungenen Linien und glatten Oberflächen fort. Die Instrumentenanlage bietet eine kompakte "Verpackung" aller Armaturen und Bedienungselemente, so dass sich darunter noch genügend Platz für weitere Bedienungselemente und Ablagen findet. Insgesamt vermittelt die Gestaltung des Innenraums ein gut durchdachtes und großzügig geplantes Konzept. Die farbliche Grundabstimmung des Innenraums wird durch schwarze Einsätze, zum Beispiel in der Instrumentenanlage, dem Schalthebel, den Schaltern der Mittelkonsole und den Belüftungsdüsen, wirkungsvoll kontrastiert.
Fahrdynamik
Den Focus zu fahren, bereitet ein ausgesprochenes Vergnügen, denn der Wagen reagiert auf unterschiedlichste Fahrstile gutmütig und dennoch mit der gewünschten Agilität. Auf einer völlig neu entwickelten Plattform weist der Focus eine doppelt so hohe Karosseriesteifigkeit wie typische Mittelklassewagen der Vorgängergeneration auf. Aber auch im Vergleich zu den Klassenbesten der derzeitigen Fahrzeuggeneration schneidet der Focus immerhin noch um 15% besser ab. Alle Karosseriebleche wurden in Bezug auf Crash-Verhalten sowie Geräusche und Schwingungen optimiert und sorgen mit ihrer Steifigkeit zudem für eine bessere Abstimmung der Achs- und Lenkgeometrie.
Die null-versetzte Geometrie der McPherson-Vorderradaufhängung sorgt für höhere Stabilität und ein besseres Lenkgefühl. Reibungsoptimierte Komponenten der Lenkung und Achskonstruktion vermitteln darüber hinaus eine positiv wahrgenommene Wendigkeit und verbesserte Radsteuerung.
Die Raumlenker-Hinterachse mit "Control Blade"-System stellt innerhalb dieser Fahrzeugklasse einen wesentlichen Fortschritt dar, den bislang kein vergleichbarer Wettbewerber bietet. Die Konstruktion sorgt mit besserem Längslauf, höherer Seitensteifigkeit und besserer Radsteuerung vor allem für höhere Stabilität in extremen Kurven und Bremssituationen. Außerdem werden durch den Einsatz des "Control Blade" Systems Geräusche und Schwingungen reduziert, während die kompakten Einbaumaße zu einer optimierten Nutzung des hinteren Fahrzeugraums führen.
Zur optionalen Sicherheitsausstattung des Focus gehört auch ein Vierkanal-ABS der jüngsten Generation, das die Bremse bis zu 12 mal pro Sekunde betätigen und freigeben kann, und mit elektronischer Bremskraftverteilung (EBD) sowie einer Antriebsschlupfregelung (Traction Control System – TCS) kombiniert ist.
Das mit einem dualen Modus arbeitende und direkt bei Ford entwickelte TCS benutzt das ABS-System zur Übertragung des Drehmoments auf das Vorderrad mit der jeweils stärksten Bodenhaftung und moduliert die Motorleistung bei Geschwindigkeiten über 50 km/h.
Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP)
Das elektronische Stabilitätsprogram (ESP) des Ford Focus sorgt für eine interaktive Steuerung der Fahrzeugdynamik, die bei besonders schwierigen Fahrsituationen ein zusätzliches Maß an Sicherheit bietet. Dabei überprüft das ESP fortlaufend – etwa 150 Mal pro Sekunde – mit Hilfe sieben verschiedener Sensoren und zwei von einander unabhängigen Mikroprozessoren, ob sich das Fahrzeug entsprechend der Lenkbewegungen des Fahrers verhält. Wird auch nur die geringste Abweichung festgestellt, interveniert das System und trägt dazu bei, einen möglichen Kontrollverlust zu verhindern.
Das ESP-System stellt eine weitere Entwicklungsstufe des ABS und TCS dar. Mit Hilfe der Motorsteuerung wird dabei die Leistung gedrosselt, sobald beim Einfahren in eine Kurve Anzeichen eines Traktionsverlustes auftreten. Außerdem ist das System in der Lage, bestimmte ABS-Funktionen zur dynamischen Stabilisierung zu aktivieren, bevor das Fahrzeug vom beabsichtigten "Kurs" abweicht.
Bei der Konstruktion und späteren Verfeinerung des Focus wurde besonderer Wert auf die Erzielung von Klassenbestwerten bei Fahrkomfort, Wendigkeit, Präzision und Stabilität gelegt. Entsprechend hoch ist das Sicherheitsgefühl, das der Focus beim Fahren unter allen erdenklichen Witterungsbedingungen vermittelt. Vor allem auf Schnee und Eis sind die Fähigkeiten auch sehr erfahrener Fahrer aufs Äußerste gefordert . Durch die Ausstattung mit ESP hat das Fahrzeug bei unterschiedlichsten Manövern größere Sicherheitsmargen, die zur Beruhigung des Fahrzeuglenkers wie der Insassen beitragen dürften.
Das ESP nutzt die betreffenden Radsensoren des ABS-Systems zusammen mit drei weiteren "ausgeklügelten" Sensoren: Einer davon befindet sich an der Lenksäule und überwacht die Lenkbewegungen des Fahrers, während zwei weitere, nahe des Fahrzeugschwerpunkts befindliche Sensoren das Fahrzeugverhalten überwachen. Sobald dieses von den im Bordcomputer gespeicherten Geschwindigkeitskalibrie-rungen abweicht, leitetet das System stabilisierende Gegenmaßnahmen ein.
Die vier Radgeschwindigkeitssensoren des ABS/TCS-Systems werden durch einen Giergeschwindigkeits-sensor und einen Seitenbeschleunigungssensor ergänzt, der unter dem vorderen Beifahrersitz in Nähe des Fahrzeugschwerpunkts montiert ist. Der Sensor in der Lenksäule bewertet den Lenkwinkel, so dass dieser mit den Kalibrierungsdaten verglichen werden kann.
Zur Erzielung eines schnellen Hydraulikpulses wurde das System ferner mit einem neuen Bremskraftverstärker ausgestattet, an dessen Betätigungsstange zusätzlich ein Elektromagnet montiert wurde. Mit dieser Konstruktion wird innerhalb von wenigen Millisekunden ein Druck von 130 bis 180 bar aufgebaut. Außerdem wird die Leistung des Hauptbremszylinders zusätzlich durch Druckwandler erhöht.
Diese fortschrittliche Technik beruht im Wesentlichen auf Entwicklungen im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik, die zur Konstruktion des äußerst empfindlich reagierenden Giergeschwindigkeitssensors angewendet wurden. Die Grundlage dabei bildet ein physikalisches Konzept, ähnlich der Zentrifugalkraft, die in diesem Fall aber ausschließlich innerhalb eines rotierenden Körpers wirkt, das als Coriolis-Effekt bezeichnet wird. Ursprünglich für Kreisel-Magnetkompasse für Navigationszwecke und Raketenstabilitätssysteme entwickelt, entdeckt und misst der Sensor beim Einschlagen der Lenkung winzig kleine Veränderungen der Winkelgeschwindigkeit des Fahrzeugs um seine vertikale Achse und wandelt diese in ein elektronisches Signal um, das alle sieben Millisekunden – oder im Abstand von jeweils 10 cm Fahrtstrecke bei 50 km/h - von zwei voneinander unabhängigen Mikroprozessoren überwacht wird.
In den ersten Stadien der dynamischen Stabilisierung reduziert das ESP die Motorleistung mit Hilfe des regulären Traktionskontrollsystems, das wiederum mit der Motorsteuerung zusammenarbeitet. Wird danach noch die Tendenz zum Untersteuern des Fahrzeugs in der Kurve festgestellt, bis hin zur Grenze des Ausbrechens, so sendet das System einen Bremsimpuls an das innen in der Kurve laufende Hinterrad und induziert damit ein eigenstabilisierendes Giermoment, das dazu beiträgt, das Fahrzeug wieder auszurichten. Wird die Tendenz zum Übersteuern festgestellt, so erhält das außen in der Kurve laufende Vorderrad einen Bremsimpuls mit der gleichen stabilisierenden Wirkung.
Egal, ob die Gefahr des Unter- oder Übersteuerns besteht, das System ist so konzipiert, dass es auf jeden Fall vor Eintritt einer Destabilisierung interveniert, so wie ABS und TCS ein Blockieren der Räder bzw. einen Traktionsverlust verhindern. Anders als diese Systeme überwacht das ESP jedoch das Fahrzeugverhalten kontinuierlich und interveniert ggf. auch, wenn das Fahrzeug frei rollt, d.h. weder beschleunigt noch abgebremst wird.
Sparsam im Verbrauch und von höchster technischer Reife
Für den Focus werden vier leichte Hochleistungs-DOHC-16-V-Benzinmotoren in den Leistungsstufen 75, 100 115 und 130 PS mit jeweils 1,4, 1,6, 1,8 und 2,0 Liter Hubraum angeboten. Die 1,4 und 1,6 Zetec SE Aggregate gehören mit ihrem Aluminiumzylinderblock zu den leichtesten und kompaktesten Triebwerken ihrer Klasse, während sich die 1,8 und 2,0 Zetec E Einheiten bereits einen guten Ruf hinsichtlich Verbrauch und robuster Langlebigkeit erworben haben. Beide Motorenfamilien zeichnen sich durch technische Reife und hohe Laufkultur aus. Dabei erreicht der stärkste Focus-Antrieb eine Spitzengeschwindigkeit von über 200 km/h und beschleunigt von 0 auf 100 km/h in gut 9 Sekunden.
Wirtschaftlichkeit gehört auch zu den Stärken des jüngsten Ford-1,8-l-Turbodiesels mit Direkteinspritzung, einer obenliegenden Nockenwelle und elektronischen Kraftstoffsteuerungen. Er wird in zwei Leistungsstufen, d.h. mit 75 und 90 PS, angeboten, wobei die stärkere Variante den Focus innerhalb von 12,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und auf eine Spitzengeschwindigkeit von 178 km/h bringt. Auch die Beschleunigung von 50 auf 100 km/h im vierten Gang dauert nur 11 Sekunden. Im Gesamtverbrauch liegt der Diesel bei nur 5,6 l/100 km.
Alle Focus-Antriebsaggregate sind mit einem Drehmoment-Wankachsen "torque roll axis"-System befestigt, das für ruhigeren Leerlauf und optimierte NVH-Werte (Geräusche und Schwingungen) sorgt. Ein zwischen Motorblock und Kurbelwelle montierter Leichtmetall-Leiterrahmen erhöht die Steifigkeit des Motors um 30 Prozent. Beide Konstruktionsmerkmale zusammen sorgen für einen äußerst geringen Motorengeräuschpegel im Fahrgastraum, so dass sich Fahrer und Beifahrer entspannt unterhalten oder Musik hören können.
Handschalt- oder Automatikgetriebe
Serienmäßig wird der Focus mit einem Fünf-Gang-Handschaltgetriebe geliefert, das mit einer Hydraulikkupplung mit niedrigen Massenkräften zusammenarbeitet. Die Schaltung erfolgt über einen reibungsarmen Bowdenzug und zeichnet sich durch ihre präzise Leichtgängigkeit aus.
Die elektronische Ford-Viergang-Automatik (electronic shift control – ESC) mit Overdrive und Drehmomentwandler gibt es auf Wunsch in Verbindung mit dem 100 PS starken 1,6-l Zetec SE Motor. Die ESC-Automatik ist so ausgelegt, dass sie unter normalen Fahrbedingungen für sanfte Übergänge beim Fahrstufenwechsel sorgt, und bei Bedarf auch äußerst schnell und sportlich reagiert. Das speziell für Fronttriebler entwickelte System überwacht und steuert kontinuierlich sieben verschiedene Getriebesignale in Verbindung mit 11 verschiedenen Betriebsdaten des Motors und berechnet daraus die beste jeweils einzusetzende Schaltstrategie. Da die Automatik sich an die Gewohnheiten des Fahrers anpasst, sind zusätzliche Spar- und Sportmodi nicht erforderlich.
Hohe Wirtschaftlichkeit
Die bei der Senkung des Kraftstoffverbrauchs erzielten Fortschritte führen zusammen mit geringem Wartungsbedarf, niedrigeren Reparaturkosten und günstiger Versicherungseinstufung zu einer insgesamt beachtlichen Wirtschaftlichkeit. So haben die Zündkerzen eine Lebensdauer von 65.000 km, das Ventilspiel muss erst nach 150.000 Meilen (240.000 km) überprüft werden und der Kraftstofffilter der Benzintriebwerke hält über die gesamte Lebensdauer des Motors. Alle Systeme wurden so konzipiert und konstruiert, dass der Zeitaufwand für Wartungsarbeiten, aber selbst für größere Reparaturen, deutlich gesenkt werden konnte. So erfordert der Ein- und Ausbau des kompletten Motors im Vergleich zu Vorgängermodellen zwei Stunden weniger Zeit.
Für langen Werterhalt sorgen umfangreiche und modernste Rost- und Lackschutzverfahren. So wird die verzinkte Karosserie einer Wachs-Hohlraumversiegelung und einem 24-stufigen Lackierverfahren unterzogen. Gegen Durchrostung der Karosserie bietet Ford beim Focus eine 12-jährige Garantie.
Günstige Einstufungen der KFZ-Versicherer aufgrund der hohen Reparaturfreundlichkeit und kostengünstigen Ersatzteilen, tragen ebenfalls zur Wirtschaftlichkeit des Focus bei. Die Polypropylen-Stoßfänger überstehen Aufprälle von bis zu 4 km/h ohne strukturelle Beschädigungen. Kommt es zu ernsteren Schäden am Vorderbau, so lässt sich das gesamte aus vorderem Querträger und Kühlerblech bestehende Modul abschrauben und ohne Schweißarbeiten austauschen. Auch die Türen und Stoßfänger sind verschraubt und lassen sich deshalb ebenso leicht ersetzen und lackieren.
Insassensicherheit als Konstruktionsprinzip
Auch die Konstruktion des Focus steht im Zeichen des bekannt hohen Insassen- und Fahrzeugschutzes bei Ford, die einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Beim Focus gehört dazu u.a. eine ultrasteife Sicherheitsfahrgastzelle mit Knautschzonen, die bei Frontal-, Heck- und Seitenaufprällen ebenso wie beim Überschlagen die dabei auftretenden Kräfte maximal absorbieren und so die Insassen optimal schützen. Unter Einsatz fortschrittlichster Ford-Computer-Technik wurden mehr als 100 verschiedene Crash-Test-Modi simuliert und das Fahrzeug darüber hinaus natürlich auch den erforderlichen Zerstörungsprüfungen unterzogen.
Dabei bestand der Focus nicht nur die Ford-eigenen Sicherheitsstandards, sondern erhielt die Höchstbewertung von vier Sternen in unabhängigen Euro NCAP-Sicherheitstests.
Im Innenraum setzt sich der Insassenschutz durch eine umfangreiche Sicherheitsausstattung fort. Hierzu gehören u.a. Automatik-Gurte mit Gurtstrammern an den Vordersitzen und auf Wunsch die zusätzliche Ausrüstung mit Seitenairbags in Kopf- und Brusthöhe. Die B-Säule und weitere Oberflächen sind mit speziellen Verkleidungen versehen, die die Verletzungsgefahr bei Unfällen mindern sollen.
Auf den Rücksitzen befindet sich auch an der mittleren Position serienmäßig ein Dreipunktpunktgurt sowie ISOFIX-Kindersitzbefestigungen an den äußeren Sitzplätzen. Auf Wunsch sind die elektrischen Fensterheber mit einer Sicherung lieferbar, die ein Einklemmen der Finger oder Hände beim Hochfahren verhindern. Die weiche Polsterung der vorderen Rückenlehnen und der Verkleidungen mindern auch das Verletzungsrisiko der Fondspassagiere im Kopf-, Knie-, Hüft- und Ellbogenbereich.
Fahrzeugschutz: Eine Auswahl verschiedener Systeme
Auch beim Focus hat Ford in Bezug auf Diebstahlschutz eng mit Experten der europäischen Versicherungswirtschaft zusammengearbeitet. So verfügt der Focus über das neueste Passive Anti-Theft-System (passives Diebstahlschutzsystem – PATS), einer elektronischen Hochsicherheitswegfahrsperre, bei der der Fahrer keine Einstellungen vorzunehmen braucht, und die mit Trillionen unterschiedlicher Berechtigungscodes arbeitet.
Die Motorhauben aller Focus-Modelle sind mit einem Schloss geschützt, das nur mit dem entsprechenden Schlüssel und nicht vom Fahrzeuginnenraum aus geöffnet werden kann. Diese einfache aber wirksame Innovation macht ein "Kurzschließen" der Zündung extrem schwierig.
Auch ein gewaltsames Öffnen des Fahrgastraums ist dank der abgeschirmten Schlossmechanismen mit ummantelten Kabeln äußerst schwierig. Alle Modelle sind serienmäßig mit Zentralverriegelung ausgestattet, die auf Wunsch auch mit Fernbedienung, Umgebungswarnanlage und einem "Volumensensor" lieferbar ist.
Sonstiges zum Focus
Seit 1903, dem Beginn der Serienfertigung des Ford Model A, erfüllt Ford die Wünsche von Kunden im Kernbereich des Volumengeschäfts. 1908 wurde das Model A vom nunmehr legendären Model T abgelöst, einem praktischen und zuverlässigen Kraftfahrzeug, das über 18 Jahre hinweg in einer Stückzahl von insgesamt 16,5 Millionen produziert wurde. Sein durchschlagender Erfolg motorisierte nicht nur den nordamerikanischen Kontinent, sondern ebnete darüber hinaus auch den Weg zum Aufbau von Ford-Montagewerken in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Belgien, Italien, Dänemark und Irland.
In Europa stellte der Ford Escort 1968 das erste europäisch integrierte Modell dar, das in Köln und im britischen Halewood in gleicher Bauart montiert wurde. Während der folgenden 12 Jahre entwickelte sich der Escort weltweit zu einem beliebten "Familienauto", das aber ebenso als Rennlimousine und Rallye-Fahrzeug große Erfolge einfuhr.
1980 wurde der ursprünglich als Hecktriebler gebaute Escort mit einem neuen, modernen Vorderradantrieb versehen. Die Fertigung erfolgte nun in Saarlouis, Halewood und Valencia. Außerdem wurde der europäische Escort in Südamerika montiert, wo er 1983 in Brasilien sein Marktdebüt hatte. 1995 wurde die Produktion nach Pacheco in Argentinien verlegt.
Ein weiteres Derivat des Escort-Fronttrieblers wurde 1980 auf dem nordamerikanischen Markt eingeführt und im Ford-Werk von Wayne, Michigan produziert. Dieses Modell wurde 1990 durch eine Neukonstruktion auf der Plattform des Mazda 323 abgelöst. Seit 1968 wurden weltweit knapp 20 Millionen Escort-Modelle verkauft, was den Escort zum Bestseller aller jemals von Ford produzierten PKW machte.
Obwohl einige Modelle der Escort-Reihe weiterhin im britischen Halewood vom Band laufen, löste der im März 1998 eingeführte Focus den Escort in den meisten Ländern ab. Die Drei- und Fünf-Türer-Versionen und Kombis werden derzeit im Ford-Werk Saarlouis und die Vier- und Fünf-Türer sowie bestimmte Kombi-Varianten im spanischen Valencia gefertigt. Die Modelle für den nordamerikanischen Markt werden in Wayne, Michigan sowie im mexikanischen Hermosillo montiert.
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